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Fritz Endrussat verabschiedet



Cluvenhagen (chb). „Die alten Herren im Kuratorium brauchen auch einmal eine Verjüngung“, scherzt Fritz Endrussat. Zwar stand gestern nach rund 39 Jahren seine Verabschiedung aus dem Kuratorium der Stiftung Waldheim an, dennoch umgarnte der 75-jährige mit viel guter Laune seine Gäste und scheint auch im Hintergrund noch viele Fäden zu ziehen.

„Ich habe meine Aufgabe für Tante Lene und für die Stiftung meistens mit einem freudigen Herzen erfüllt“, sprach Fritz Endrussat in seiner Rede. „Es hat natürlich auch schwierige Situationen gegeben, aber im Rückblick sind auch die dunklen Punkte im Laufe der Zeit in ein helleres Licht getaucht. Was bleibt, sind Zeiten, in denen für unsere Stiftung die Sonne geschienen hat“, so der 75-Jährige.

Besonders in Erinnerung blieb ihm ein Treffen Ende der Achtziger Jahre. Damals viel erstmals der Begriff „Werkstatt für Behinderte“. „Hätten wir nur im entferntesten geahnt, welche Mühen und Sorgen dahinter standen, wir wären wohl etwas skeptischer gewesen. Aber in unserer Ahnungslosigkeit haben wir aus heutiger Sicht wohl doch richtig entschieden“, blickt Fritz Endrussat zurück.

Noch vor dem Kriegsende floh der gebürtige Westpreuße Fritz Endrussat nach Dörverden. Im Jahr 1952 legte er am Verdener Domgymnasium sein Abitur ab, anschließend war er als Betriebsprüfer beim Finanzamt tätig. 1960 arbeitete er als Steuerberater und Partner in der Achimer Kanzlei von Christel Bischoff, die er nach deren Tod bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998 weiterführte.

Helene Grulke lernte er bereits 1961 kennen. 1969 berief ihn die Waldheim-Gründerin kurz vor ihrem Tod persönlich ins Kuratorium der Stiftung. 2004 wurde er für seine großen Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

 
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