Fachwerkscheune brennt nieder
Hagen-Grinden (chb). Eine komplett mit Reet gedeckte Fachwerkscheune brannte in der Nacht zu Sonntag voll ständig nieder. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute bedrohte kräftiger Funkenflug benachbarte Wohnhäuser in rund 100 Meter Entfernung. Die aufwendigen Löscharbeiten dauerten bis zur Mittagszeit an.
Gemeldet wurde das Feuer kurioserweise von Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling. Gegen vier Uhr war er auf dem Heimweg von der Verabschiedungsfeier des ehemaligen Gemeindebrandmeister aus Dörverden und bemerkte schon von Verden aus einen Feuerschein am Nachthimmel.
Hans-Hermann Fehling konnte das Feuer in Hagen-Grinden lokalisieren und der Leitstelle weitere Informationen geben. Diese löste daraufhin Großalarm für die Ortsfeuerwehren Etelsen, Cluvenhagen und Langwedel aus. Später wurde die Alarmstufe erhöht, so dass die Ortsfeuerwehr Daverden sowie Einsatzleitwagen und Schlauchwagen des Landkreises mit zum Einsatzort gerufen wurden.
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Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute brannte das Gebäude lichterloh.
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„Beim Eintreffen der ersten Kräfte war das Dach bereits eingestürzt, starker Funkenflug behinderte unsere Arbeit“, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Christian Hasse. Während die Brandbekämpfer ihre Wasserversorgung aufbauten, weckten Polizeibeamte die Anlieger. Denn auch für die benachbarten Wohnhäuser bestand wegen des kräftigen Funkenfluges Gefahr.
Unter dem Kommando von Gemeindebrandmeister Heiner Lindhorst und seinem Stellvertreter Andreas Neermann wurden mehrere Einsatzsabschnitte gebildet und die Flammen von allen Gebäudeseiten bekämpft. Da als Wasserentnahmestellen lediglich ein Teich sowie ein Oberflurhydrant verfügbar waren, das Feuer jedoch aus mehreren Rohren bekämpft wurde, entschloss sich die Einsatzleitung, eine 200 Meter lange Schlauchleitung zur Weser zu legen.
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Um kurz vor 7 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Die Feuerwehrleute suchten nun nach letzten Glutnestern und löschten diese ab.
Eine Verpflegungseinheit vom Deutschen Roten Kreuz versorgte die erschöpften Helfer mit Kaffee und einem Frühstück.
Da das Gebäude leer stand, wurden weder Personen noch Tiere verletzt. Die Polizei hat noch in der Nacht erste Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, konnte aber erst im Verlauf des gestrigen nachmittags die Brandstelle genauer untersuchen. Nach Angaben der Eigentümerin hat sie die Scheune erst kürzlich für einen fünfstelligen Eurobetrag erworben.