THW-Helfer auf Einsatzfahrt verunglückt
Langwedel-Daverden (jme). Auf der Fahrt zu einem Schiffsbrand in Hutbergen, bei dem sie mit ihrem Boot zum Einsatz kommen sollten, sind am Freitagnachmittag Angehörige des Technischen Hilfswerkes, Ortsverband Achim, verunglückt. In der Ortsdurchfahrt Daverden wollte der 33-jährige Fahrer des mit insgesamt sieben Personen besetzten und mit Sonderrechten fahrenden Gruppenkraftwagens mit Bootsanhänger einem am rechten Fahrbahnrand haltenden Pkw ausweichen und verlor dabei die Kontrolle über sein Gespann.
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Der Lkw wurde mit Stützen gesichert (Foto: KFV/Köster).
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Der Bootsanhänger geriet ins Schlingern, so dass der Bootsanhänger zunächst den haltenden Pkw touchierte, dann auf der linken Straßenseite gegen eine Straßenlaterne fuhr und schließlich auf der rechten Straßenseite gegen eine Hauswand fuhr. Durch den Aufprall wurde der 33-jährige Fahrer des tonnenschweren Lkw schwerverletzt hinter dem Lenkrad eingeklemmt und konnte nur mit schweren Rettungsgerät aus seiner Lage befreit werden. 45 Minuten brauchten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Langwedel und Daverden, um den Mann aus den Fahrzeugtrümmern zu schneiden. Um den Eingeklemmten nicht weiter zu gefährden, musste der halbseitig in der Luft hängende Lkw mit Bausteifen abgestützt werden.
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Auch zwei 32- und 26 Jahre alte Mitinsassen des Mannes wurden verletzt. Während der 32-jährige, der vorn neben dem Fahrer gesessen hatte, ebenfalls schwere Verletzungen erlitt, kam sein hinten links im Fond sitzender jüngerer Kollege mit leichten Verletzungen davon. Die vier anderen Insassen des Gruppenwagens überstanden die Kollision zunächst unverletzt. Sie standen nach dem Unglück allerdings unter Schock und mussten von einem Seelsorger psychologisch betreut werden. Auf Anraten der Polizei sollten aber auch sie sich noch einmal ärztlich untersuchen lassen.
Der Giebel des Hauses, gegen dessen Außenwand das Gespann geprallt war, war nach dem Aufprall akut einsturzgefährdet. Nachalarmierte Kräfte des THW-Ortsverbandes Verden mussten das Gebäude abstützen. Der 58-jährige Bewohner blieb unverletzt. Glücklicherweise hatte er sich zum Zeitpunkt des Unfalles in einem anderen Raum aufgehalten. Der Schaden an seinem dürfte sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 100.000 Euro belaufen. Auf gleiche Höhe beziffert die Polizei auch den Schaden am Einsatzfahrzeug des THW, so dass sich der Gesamtschaden auf rund 200.000 Euro belaufen dürfte.
An der Unfallstelle kam ein Großaufgebot von Rettungskräften zum Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Langwedel und Daverden kamen die THW-Ortsverbändes aus Achim und Verden sowie ein Rüstzug der Bremer Berufsfeuerwehr zum Einsatz, der das verunfallte Gespann mit Hilfe eines schweren Autokrans wieder auf die Räder stellen musste. Die Verdener Polizei sperrte die Unfallstelle weiträumig ab, die Landesstraße zwischen Achim und Verden musste mehrere Stunden lang voll gesperrt werden. Zur Sicherung der Unfallspuren setzten die Beamten ein aufwendiges Fotomessverfahrern ein. Neben Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling, der direkt vom Schiffsbrand in Hutbergen kam, machten sich auch Landrat Peter Bohlmann sowie Ordnungsamtsleiter Günter Schacht ein Bild von der Unglücksstelle.