Schützenvereine als Vorbild für die Jugend

Achim. Im Gleichschritt marschierten am Sonntag mehrere hundert Schützen durch Achims Straßen. Ziel war das Sportgelände am Freibad, wo ein Festakt mit mehreren Böllerschüssen eröffnet wurde. Anlass war das 50-jährige Bestehen des Kreisschützenverbandes Achim.

Wenn Schützen richtig feiern, dann mit einem prächtigen Umzug durch die Stadt.

Wenn Schützen richtig feiern, dann mit einem prächtigen Umzug durch die Stadt.

„Bei unserer Gründungsversammlung am 22. April 1960 waren 200 Mitglieder im Schützenhaus dabei. Das zeigte, wie groß der Bedarf an einem eigenen Kreisverband war“, sagt Axel Rott, der seit 1992 Vorsitzender ist und noch zwei Jahre weitermachen möchte. Anfangs bestand der Verband aus sieben Vereinen mit 720 Mitgliedern. Heute umfasst der Kreisverband 23 Vereine aus dem nördlichen Teil des Landkreises mit insgesamt 3600 Mitgliedern. „Wir haben auch eine tatkräftige Seniorengruppe, denn unseren Sport kann man bis ins hohe Alter betreiben“, so Axel Rott.

„Die Schützenvereine in der Region sind teilweise 170 Jahre alt. Inzwischen hat sich der Schießsport als Volkssport etabliert“, sagte Landrat Peter Bohlmann. Er lobte die Jugendarbeit in den Vereinen. „Erfolg und Leistung beim Schießen gründet nicht auf Hektik, sondern auf Konzentration. Dies wird den Kindern und Jugendlichen vermittelt“, so der Landrat.

„Der lange Zug durch die Innenstadt hat mit gut gefallen. Es sollte mehr solcher Märsche geben. Viele Menschen haben am Straßenrand gestanden und sich gefreut“, sagte Bürgermeister Uwe Kellner. Zwei Punkte im Schützenwesen sind ihm besonders wichtig. Die Traditionspflege, denn die ist nach seiner Meinung untrennbar mit einer Gesellschaft verbunden, sowie die vielen Ehrenamtlichen, die den Schießsport überhaupt erst ermöglichen.

Ehrenbürgermeister Christoph Rippich, selbst Mitglied in sechs Achimer Schützenvereinen, begleitet das Schützenwesen seit 1969. In diesem Jahr wurde er zum Bürgermeister gewählt. „Es ist wichtig, dass es in jedem Dorf einen Schützenverein gibt. Denn im Vereinsleben kann man Jugendlichen zeigen, wie eine Gesellschaft leben kann“, so Christoph Rippich.

Bereits am Sonnabend wurde der Kreisverbands-Schützenkönig bei einem großen Festball im Bierdener Gasthaus „Zur Linde“ proklamiert. Am Ende konnte Axel Rott Günter Windhorst die Königskette umhängen. „Er war bereits Landesmeister und ist neben dem Schützenverein Mühlentor auch in Baden aktiv“, lobte der Vorsitzende. Vizekönig ist Ludwig Funcke aus Oyten. Bei den Damen setzte Ingrid Koldewei aus Posthausen den besten Treffer, gefolgt von Kirsten Zöller aus Achim. Bei den Junioren konnte sich Jasmin Saul über die Königskette freuen. Vize-Juniorenkönig ist Patrick Eismann. Beide sind im Steinberger Verein aktiv. Über den Pokal der Könige konnte sich in diesem Jahr Thomas Böse freuen. Der Pokal der Königinnen ging an Astrid Gofredo.

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