Achim. Vor nicht einmal zwei Wochen haben Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) den Ernstfall auf der Weser geprobt. Wie wichtig solche reellen Übungen sind, zeigte sich am Freitag um 19 Uhr.
Ein Binnenschiffer hatte ein Kiel oben treibendes Boot gesichtet und einen Notruf abgesetzt. Schon nach wenigen Minuten war das erste Boot, „Flori 2“ von der Ortsfeuerwehr Achim, im Wasser. Kurz darauf wurden auch die Boote der Feuerwehrtechnischen Zentrale und DLRG unterhalb der Ueser Brücke ins Wasser gelassen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten von ihr aus das Schauspiel.
Da der Binnenschiffer nur eine grobe Ortsbeschreibung des treibenden Bootes abgeben konnte, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Dieser flog die Weser von Bremen aus kommend ab. Das havarierte Boot wurde kurz darauf in Höhe des Horstedter Campingplatzes gesichtet. Bei Bollen wurde es an Land gezogen. Dort konnte Entwarnung gegeben werden. Menschen befanden sich nicht an Bord von „Jonas“. Die Suchaktion konnte abgebrochen werden.
Neben den Ortsfeuerwehren aus Achim und Uesen waren auch Feuerwehrleute aus Verden vor Ort, die die Feuerwehrtechnische Zentrale unterstützen. Außerdem waren die DLRG Otterstedt sowie das THW Verden nach Achim beordert worden.
Einen ähnlicher Großeinsatz auf der Weser gab es auch heute Nachmittag. In Uesen hatte sich ein Segelboot vom Liegeplatz gelöst, war weserabwärts getrieben und gekentert. Auch hier befand sich niemand an Bord.